Wettanbieter mit Klarna: Wer akzeptiert Sofort-Zahlungen in Deutschland?

Wenn ich über die Jahre eines gelernt habe, dann dass die Frage „Welcher Wettanbieter akzeptiert Klarna?“ falsch gestellt ist. Die richtige Frage lautet: „Welcher lizenzierte Wettanbieter bietet Klarna zu den besten Bedingungen an?“ Denn die bloße Verfügbarkeit der Zahlungsmethode sagt noch nichts über Mindesteinzahlung, Limits oder Bonuskompatibilität aus.
Mehr als 30 Wettanbieter besitzen aktuell eine gültige deutsche GGL-Lizenz. Nicht alle davon bieten Klarna an, aber die Mehrheit hat Sofortüberweisung als Einzahlungsoption integriert. Der deutsche Sportwettenmarkt erreichte 2024 ein Volumen von 8,2 Milliarden Euro an legalen Wetteinsätzen – und ein erheblicher Teil dieser Summe fließt über Direktbuchungssysteme wie Klarna.
Was in diesem Ratgeber folgt, ist kein Ranking und keine Bestenliste. Stattdessen analysiere ich die Kriterien, die einen Klarna-Wettanbieter tatsächlich brauchbar machen, vergleiche die Einzahlungsbedingungen und zeige, wie sich legale Anbieter von illegalen unterscheiden lassen. Wer sich für die aktuellen Newcomer mit Klarna-Unterstützung interessiert, findet dort die neuesten Ergänzungen am Markt.
Ein Punkt vorab, weil er die gesamte Analyse rahmt: Die Verfügbarkeit von Klarna bei einem Wettanbieter ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hygienefaktor. So wie ein Restaurant nicht besser wird, weil es Kartenzahlung akzeptiert, wird ein Wettanbieter nicht besser, weil er Klarna anbietet. Aber ein Anbieter ohne Klarna schließt einen wachsenden Anteil der zahlungswilligen Kunden aus – und diese Entscheidung sagt etwas über seine Marktpositionierung aus. Was Klarna hingegen garantiert: Jeder Anbieter, der es integriert hat, arbeitet mit einem regulierten Zahlungsdienstleister zusammen, der nur mit lizenzierten Unternehmen Partnerschaften eingeht.
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- Auswahlkriterien: Worauf es bei Klarna-Wettanbietern ankommt
- Lizenzierte Klarna-Wettanbieter im Detailvergleich
- Neue Wettanbieter mit Klarna-Unterstützung
- GGL-Lizenz prüfen: So erkennt man legale Anbieter
- Einzahlungsbedingungen bei Klarna-Anbietern im Überblick
- Der passende Klarna-Anbieter hängt vom Wettverhalten ab
Auswahlkriterien: Worauf es bei Klarna-Wettanbietern ankommt
Vergangenes Jahr testete ich einen Anbieter, der Klarna prominent auf der Startseite bewarb – nur um festzustellen, dass die Mindesteinzahlung bei 20 Euro lag, das Einzellimit bei 500 Euro gedeckelt war und der Willkommensbonus für Klarna-Einzahlungen nicht galt. Die Verfügbarkeit allein erzählt also nur die halbe Geschichte.
Das erste und nicht verhandelbare Kriterium ist die GGL-Lizenz. Der Glücksspielstaatsvertrag von 2021 hat klare Regeln geschaffen: Nur Anbieter mit deutscher Lizenz dürfen legal Sportwetten an deutsche Kunden vermitteln. Die Lizenz ist öffentlich einsehbar, und die GGL führt eine aktuelle Whitelist. Wer bei einem nicht lizenzierten Anbieter einzahlt, bewegt sich in einem Markt ohne Spielerschutz, ohne OASIS-Anbindung und ohne die Möglichkeit, bei Streitigkeiten den Rechtsweg in Deutschland zu beschreiten.
Das zweite Kriterium sind die Einzahlungsbedingungen. Die Mindesteinzahlung schwankt je nach Anbieter zwischen 5 und 20 Euro. Die Obergrenze pro Einzeltransaktion liegt typischerweise zwischen 1.000 und 5.000 Euro, wobei das gesetzliche Monatslimit von 1.000 Euro – kontrolliert über das LUGAS-System – die praktische Deckelung darstellt. Dazu kommt die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf jeden Wetteinsatz, die von den meisten Anbietern an den Kunden weitergegeben wird.
Das dritte Kriterium ist die Bonuskompatibilität. Nicht jeder Wettanbieter zählt Klarna-Einzahlungen als bonusqualifizierend. Einige schließen Sofortüberweisungen explizit aus den Bonusbedingungen aus, andere behandeln sie wie jede andere Zahlungsmethode. Diese Information findet sich in den AGB des jeweiligen Bonus und ist selten auf der Aktionsseite selbst sichtbar. Ich habe Fälle erlebt, in denen Nutzer einen Bonus aktiviert haben, per Klarna einzahlten und dann feststellten, dass die Umsatzbedingungen nicht gezählt wurden – weil in Absatz 14 der Bonusbedingungen Sofortüberweisung als Zahlungsmethode ausgeschlossen war. Die AGB vor der Einzahlung zu lesen ist kein Hobby – es schützt vor verlorenen Bonuschancen.
Viertens spielt die Auszahlungssituation eine Rolle. Klarna selbst unterstützt keine Auszahlungen bei Sportwetten. Das bedeutet: Wer per Klarna einzahlt, muss die Gewinne über einen anderen Weg auszahlen – in der Regel per Banküberweisung. Die Bearbeitungszeiten für Auszahlungen variieren stark zwischen den Anbietern, von 24 Stunden bis zu fünf Werktagen. Dieses Detail wird bei der Anbieterwahl häufig vergessen.
Das fünfte Kriterium ist die Kundenservice-Qualität bei Zahlungsproblemen. Wenn eine Klarna-Einzahlung fehlschlägt oder eine Gutschrift ausbleibt, entscheidet die Erreichbarkeit und Kompetenz des Supports darüber, wie schnell das Problem gelöst wird. Live-Chat mit deutschsprachigen Mitarbeitern ist hier der Goldstandard.
Und es gibt noch einen sechsten Punkt, den die meisten Vergleichsseiten ignorieren: die Geschwindigkeit der Verifizierung. Jeder lizenzierte Anbieter muss eine KYC-Prüfung durchführen – Know Your Customer. Der Zeitpunkt variiert: Manche verlangen die vollständige Verifizierung vor der ersten Einzahlung, andere erst vor der ersten Auszahlung. Für den Klarna-Nutzer bedeutet das: Beim ersten Anbietertyp dauert es länger, bis die erste Wette steht, beim zweiten geht es schneller – dafür kann sich die Auszahlung verzögern, wenn die Verifizierung dann erst nachgeholt werden muss. Wer diesen Punkt bei der Anbieterwahl berücksichtigt, spart sich später Wartezeit und Ärger.
Lizenzierte Klarna-Wettanbieter im Detailvergleich
Statt einer pauschalen „Top 10“-Liste arbeite ich lieber mit konkreten Kriterien, die sich objektiv vergleichen lassen. Die folgenden Datenpunkte basieren auf den öffentlich einsehbaren Einzahlungsbedingungen der Anbieter, Stand April 2026.
Bei der Mindesteinzahlung hat sich ein Zweiklassen-System etabliert. Die eine Gruppe – darunter die meisten internationalen Großanbieter – setzt die Schwelle bei 10 Euro. Die andere Gruppe, überwiegend mittelgroße Anbieter mit deutschem Schwerpunkt, erlaubt Einzahlungen ab 5 Euro. Vereinzelt finden sich Anbieter mit einer Mindesteinzahlung von 20 Euro, was für Gelegenheitswetter ein Nachteil sein kann. Was dabei auffällt: Die Mindesteinzahlung für Klarna entspricht bei den allermeisten Anbietern exakt der Mindesteinzahlung für andere Methoden. Klarna wird also nicht schlechter gestellt, was zeigt, dass die Integration auf Augenhöhe mit Kreditkarte und PayPal erfolgt.
Bei den Höchstgrenzen pro Einzeltransaktion zeigt sich ein ähnliches Bild: Die meisten Anbieter bewegen sich zwischen 1.000 und 5.000 Euro Obergrenze für Klarna-Zahlungen. In der Praxis trifft das gesetzliche Monatslimit von 1.000 Euro aber fast immer vor der anbieterspezifischen Grenze. Nur wer sein gesamtes Monatsbudget in einer einzigen Transaktion einzahlen will, muss auf die Einzelgrenze achten.
Die Bearbeitungszeit ist bei allen lizenzierten Anbietern identisch: Echtzeit. Klarna schreibt dem Wettkonto den Betrag sofort gut, unabhängig vom Anbieter. Unterschiede gibt es erst bei der Auszahlung – aber die läuft ohnehin nicht über Klarna.
Die Gebührenstruktur ist überraschend einheitlich. Kein mir bekannter GGL-lizenzierter Anbieter erhebt Gebühren für Klarna-Einzahlungen. Klarna selbst berechnet dem Nutzer ebenfalls nichts. Die Kosten der Transaktion trägt der Wettanbieter. Das kann sich theoretisch in den Quoten niederschlagen, lässt sich in der Praxis aber kaum beziffern.
Beim Wettangebot selbst haben die Klarna-Bedingungen keinen Einfluss. Ob ein Anbieter 25 oder 35 Sportarten abdeckt, ob er Live-Streaming bietet oder nicht, ob die Quoten bei Bundesliga-Spielen über- oder unterdurchschnittlich sind – all das ist von der Zahlungsmethode unabhängig. Die Wahl des Anbieters sollte also nicht allein auf Klarna-Konditionen basieren, sondern das Gesamtpaket berücksichtigen.
Was sich im Markt seit 2024 verändert hat: Die Integration von Klarna als Zahlungsmethode ist für neue Anbieter zum Standard geworden. Wer heute eine GGL-Lizenz beantragt und den deutschen Markt bedienen will, kommt an Sofortüberweisung praktisch nicht vorbei. Klarnas Kategorie „Freizeit, Sport und Hobby“ im eigenen Händlernetzwerk wuchs 2025 um 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein deutliches Signal, dass der Sportwettenbereich für Klarna zunehmend relevant ist.
Ein Aspekt, den ich in keinem anderen Vergleich gefunden habe: die Unterschiede in der technischen Integration. Ältere Anbieter nutzen teilweise noch die klassische Sofortüberweisung-Schnittstelle, die ein separates Pop-up-Fenster öffnet. Neuere Integrationen setzen auf eine eingebettete Lösung, bei der die Bankauswahl und Anmeldung direkt im Zahlungsformular des Anbieters stattfindet – ohne Pop-up. In der Praxis bedeutet das weniger Probleme mit Pop-up-Blockern und ein flüssigeres Nutzererlebnis, besonders auf mobilen Geräten.
Dann gibt es noch die Frage der Transaktionshistorie. Einige Anbieter zeigen im Kassenbereich eine detaillierte Historie aller Klarna-Einzahlungen mit Datum, Uhrzeit und Transaktions-ID. Andere listen nur den Betrag. Im Normalfall spielt das keine Rolle, aber bei Unstimmigkeiten – etwa wenn eine Einzahlung nicht gutgeschrieben wird – ist eine detaillierte Transaktionshistorie Gold wert für die Kommunikation mit dem Kundenservice.
Neue Wettanbieter mit Klarna-Unterstützung
Wer glaubt, der deutsche Wettmarkt sei mit den bekannten Großanbietern gesättigt, irrt. Regelmäßig erhalten neue Buchmacher ihre GGL-Lizenz, und die meisten von ihnen integrieren Klarna von Anfang an. Das liegt nicht an Idealismus, sondern an einer nüchternen Marktanalyse: Ohne Sofortüberweisung als Zahlungsoption fehlt einem Neueinsteiger ein erheblicher Teil der potenziellen Kundschaft. Klarna ist nach PayPal der meistgenutzte digitale Zahlungsdienst in Deutschland, und diese Marktposition macht die Integration für jeden neuen Anbieter zur strategischen Notwendigkeit.
Neue Anbieter haben dabei einen strukturellen Vorteil: Sie implementieren die aktuelle Klarna-Schnittstelle, die oft modernere Sicherheitsfeatures und eine bessere mobile Optimierung bietet als die ältere Sofortüberweisung-Integration bei Bestandsanbietern. In der Praxis merkt der Nutzer das an einer reibungsloseren Weiterleitung und einer moderneren Benutzeroberfläche im Zahlungsfenster.
Allerdings bringen Newcomer auch Risiken mit. Ein frisch lizenzierter Anbieter hat noch keinen Track-Record bei Auszahlungen, keinen etablierten Kundenservice und keine Erfahrungswerte von anderen Nutzern. Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbands, betont zu Recht, dass der beste Schutz vor dem Schwarzmarkt ein attraktives legales Angebot sei – dazu gehörten mehr zulässige Wettarten, mehr Live-Wetten und eine realitätsnahe Regulierung. Neue Anbieter, die diesem Prinzip folgen und gleichzeitig eine GGL-Lizenz besitzen, bereichern den Markt. Aber die Lizenz allein garantiert noch keine gute Nutzererfahrung.
Mein Rat: Bei einem neuen Anbieter zunächst mit der Mindesteinzahlung starten, den Auszahlungsprozess einmal komplett durchspielen und erst dann größere Beträge einzahlen. Die Klarna-Einzahlung selbst ist bei neuen wie bei etablierten Anbietern identisch – der Unterschied zeigt sich beim Rest des Kundenerlebnisses.
Was Newcomer häufig besser machen als etablierte Anbieter: das mobile Erlebnis. Ein neuer Anbieter, der 2025 oder 2026 auf den Markt kommt, entwickelt seine Plattform von Anfang an mobile-first. Das bedeutet eine bessere Integration der Klarna-Zahlungsseite in den mobilen Kassenbereich, kürzere Ladezeiten und weniger Kompatibilitätsprobleme mit verschiedenen Smartphone-Browsern. Für die wachsende Mehrheit der mobilen Wetter kann das den Ausschlag geben.
Gleichzeitig fehlt Newcomern oft die Breite im Wettangebot. Wer auf exotische Sportarten oder Spezialwetten wie Handicap-Wetten in der zweiten japanischen Fußballliga setzt, wird bei einem neuen Anbieter seltener fündig als bei einem etablierten Buchmacher mit globalem Netzwerk. Hier gilt es abzuwägen, was wichtiger ist: ein modernes Zahlungserlebnis oder ein tiefes Wettangebot.
GGL-Lizenz prüfen: So erkennt man legale Anbieter
382 illegale Sportwetten-Seiten auf Deutsch – das war die Zahl, die mich 2024 am meisten überrascht hat. Das Verhältnis von legalen zu illegalen Wettseiten liegt laut Gemeinsamer Glücksspielbehörde bei 1 zu 11. Bei solchen Proportionen ist es kein Wunder, dass viele Nutzer nicht sicher wissen, ob ihr Anbieter tatsächlich lizenziert ist.
Die zuverlässigste Prüfmethode ist die GGL-Whitelist. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder veröffentlicht eine aktuelle Liste aller lizenzierten Sportwettenanbieter auf ihrer Webseite. Wer den Namen seines Anbieters dort findet, hat Gewissheit. Wer ihn nicht findet, sollte sofort aufhören, dort zu wetten. In meiner Beratungstätigkeit habe ich erlebt, dass Nutzer jahrelang bei einem Anbieter gewettet haben, in der festen Überzeugung, er sei lizenziert – bis eine Auszahlung verweigert wurde und sich herausstellte, dass der Anbieter nur eine Lizenz aus einem Drittstaat besaß, die in Deutschland keinerlei Gültigkeit hat. Die Whitelist-Prüfung dauert 30 Sekunden und kann vor genau solchen Erfahrungen schützen.
Ein zweites Erkennungsmerkmal ist das GGL-Lizenzsiegel auf der Webseite des Anbieters. Dieses Siegel enthält in der Regel die Lizenznummer und ist mit der GGL-Seite verlinkt. Vorsicht allerdings: Illegale Anbieter fälschen gelegentlich Lizenzsiegel. Deshalb immer den Gegencheck über die offizielle Whitelist machen, statt dem Siegel auf der Anbieterseite blind zu vertrauen.
Die Zahlungsmethode selbst kann als indirekter Indikator dienen. Klarna arbeitet nur mit regulierten Unternehmen zusammen – ein illegaler Wettanbieter wird Klarna oder Sofortüberweisung nicht als Zahlungsoption anbieten können, weil Klarna solche Partnerschaften nicht eingeht. Wenn ein Anbieter Klarna anbietet, ist das zwar keine Lizenzgarantie, aber ein starkes Signal für Legalität. Umgekehrt sollte das Fehlen etablierter Zahlungsmethoden immer Misstrauen wecken.
Die OASIS-Spielersperre ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Jeder lizenzierte Anbieter ist an das bundesweite Sperrsystem angebunden. Wer sich bei einem Anbieter registriert und feststellt, dass keine Abfrage gegen OASIS stattfindet – erkennbar daran, dass keinerlei Identitätsprüfung verlangt wird – hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem illegalen Anbieter zu tun.
In der Praxis gibt es noch subtilere Warnsignale. Ein Anbieter ohne Impressum nach deutschem Recht, mit einer Lizenz aus Curaçao oder Malta statt einer GGL-Lizenz, oder mit einem Wettangebot, das die deutschen Beschränkungen ignoriert – etwa Casinospiele neben Sportwetten ohne separate Lizenz – ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht legal für den deutschen Markt zugelassen. Die Zahlungsmethode kann hier als Gegenprobe dienen: Bietet der Anbieter ausschließlich Kryptowährungen und Prepaid-Karten an, fehlen aber Klarna, PayPal oder Banküberweisung, ist Vorsicht geboten.
Ein letzter Punkt zur Lizenzprüfung: Lizenzen können ablaufen oder entzogen werden. Die GGL aktualisiert ihre Whitelist regelmäßig. Ein Anbieter, der vor einem Jahr noch lizenziert war, muss es heute nicht mehr sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft den Status nicht nur bei der Registrierung, sondern in regelmäßigen Abständen – vor allem dann, wenn ein Anbieter plötzlich neue, ungewöhnlich großzügige Konditionen einführt, die nicht zum regulierten Markt passen.
Einzahlungsbedingungen bei Klarna-Anbietern im Überblick
Nach dutzenden Testeinzahlungen über die Jahre habe ich festgestellt, dass sich die Einzahlungsbedingungen in drei Kategorien einteilen lassen, die das Nutzererlebnis wirklich beeinflussen.
Kategorie eins: der reibungslose Standard. Der Großteil der lizenzierten Anbieter fällt in diese Gruppe. Mindesteinzahlung bei 10 Euro, maximale Einzeltransaktion bei 1.000 bis 5.000 Euro, Echtzeit-Gutschrift, keine Gebühren, Bonuskompatibilität gegeben. Hier gibt es wenig zu beanstanden, und die Unterschiede zwischen den Anbietern sind marginal. Wer einfach nur schnell einzahlen und wetten will, ist bei jedem Anbieter dieser Kategorie gut aufgehoben.
Kategorie zwei: die Einsteigerfreundlichen. Einige Anbieter senken die Mindesteinzahlung auf 5 Euro und ermöglichen damit den Einstieg mit minimalem Risiko. Das klingt nach einem kleinen Detail, macht aber für Neulinge, die das System erst ausprobieren wollen, einen echten Unterschied. Niemand will 20 Euro einzahlen, nur um zu testen, ob der Prozess funktioniert.
Kategorie drei: die Einschränkenden. Hier finden sich Anbieter, die Klarna-Einzahlungen zwar anbieten, aber mit Einschränkungen versehen. Das kann ein niedrigeres Einzahlungslimit als bei Kreditkartenzahlungen sein, ein Ausschluss vom Willkommensbonus oder eine längere Verifizierungspflicht vor der ersten Einzahlung. Diese Einschränkungen sind nicht per se schlecht – sie können auf strengere interne Compliance-Regeln hinweisen – sollten aber vor der ersten Einzahlung bekannt sein.
Ein Punkt, der alle drei Kategorien verbindet: Die 5,3-Prozent-Wettsteuer auf jeden Wetteinsatz gilt unabhängig von der Zahlungsmethode. Einige Anbieter übernehmen diese Steuer für den Kunden, die Mehrheit gibt sie weiter. Wer ein Wettbudget von 100 Euro einzahlt, hat also bei den meisten Anbietern nach der Steuer nur 94,70 Euro effektives Wettkapital. Das ändert sich nicht durch die Wahl von Klarna, PayPal oder Kreditkarte – die Steuer ist ein Marktfaktor, kein Zahlungsfaktor.
Ein weiteres Detail, das die wenigsten Vergleiche erwähnen: die Handhabung von fehlgeschlagenen Einzahlungen. Was passiert, wenn eine Klarna-Zahlung abbricht – etwa weil die Internetverbindung während der TAN-Eingabe unterbrochen wird? In den meisten Fällen wird der Betrag gar nicht erst abgebucht. Sollte die Bank die Überweisung aber bereits ausgelöst haben, bevor die Fehlermeldung beim Wettanbieter eintrifft, unterscheiden sich die Anbieter in ihrer Reaktionszeit. Manche schreiben das Geld innerhalb von Stunden automatisch gut, andere benötigen eine manuelle Klärung über den Support, die mehrere Tage dauern kann. Wer regelmäßig per Klarna einzahlt, sollte wissen, wie sein Anbieter mit solchen Grenzfällen umgeht.
Abschließend zu den Bedingungen: Der Trend geht klar in Richtung Vereinheitlichung. Die Unterschiede zwischen den Anbietern werden kleiner, nicht größer. Das liegt daran, dass Klarna selbst die Rahmenbedingungen der Integration vorgibt und die GGL-Regulierung die Spielregeln für alle Marktteilnehmer angleicht. Für den Nutzer ist das positiv – es bedeutet weniger Überraschungen beim Anbieterwechsel und mehr Verlässlichkeit bei jeder Einzahlung.
Der passende Klarna-Anbieter hängt vom Wettverhalten ab
Die Wahl des richtigen Wettanbieters mit Klarna hängt weniger von der Zahlungsmethode als vom individuellen Wettverhalten ab. Wer regelmäßig kleine Beträge einzahlt, profitiert von Anbietern mit niedriger Mindesteinzahlung. Wer Live-Wetten bevorzugt, braucht einen Anbieter mit schnellem mobilen Interface, bei dem die Klarna-Integration reibungslos im Hintergrund läuft. Wer den Willkommensbonus mitnehmen will, muss die Bonusbedingungen vor der ersten Einzahlung prüfen.
Was bei allen Anbietern gleich bleibt: die Klarna-Einzahlung selbst. Der Prozess, die Geschwindigkeit und die Sicherheitsstandards sind vom Anbieter unabhängig, weil sie auf Klarnas Infrastruktur basieren. Der Unterschied liegt in dem, was nach der Einzahlung passiert – und das hängt vom Anbieter ab, nicht von Klarna.
Ein Gedanke, der mich nach neun Jahren in dieser Branche immer noch begleitet: Die beste Zahlungsmethode nützt nichts beim falschen Anbieter. Klarna ist ein hervorragender Einzahlungsweg – schnell, sicher, gebührenfrei. Aber die Qualität des Wetterlebnisses bestimmen andere Faktoren: die Quoten, das Wettangebot, der Kundenservice, die Auszahlungsgeschwindigkeit. Klarna erleichtert den Einstieg, ersetzt aber nicht die Recherche.
Mehr als 30 lizenzierte Anbieter, ein wachsender Markt und eine Zahlungsmethode, die ohne Registrierung funktioniert – die Ausgangslage für Wettende in Deutschland war selten besser. Die Herausforderung ist nicht, einen Klarna-Anbieter zu finden, sondern den zu finden, der zum eigenen Profil passt. Und dafür lohnt es sich, die Kriterien zu kennen, die über die bloße Verfügbarkeit hinausgehen.
Ändert sich die Anzahl der Klarna-Wettanbieter regelmäßig?
Ja. Die GGL erteilt laufend neue Lizenzen, und neue Anbieter integrieren Klarna in der Regel von Anfang an. Gleichzeitig können Lizenzen entzogen werden, wenn Anbieter gegen Auflagen verstoßen. Die aktuelle GGL-Whitelist gibt den jeweils gültigen Stand wieder und sollte vor der Registrierung bei einem neuen Anbieter geprüft werden.
Akzeptieren alle GGL-lizenzierten Anbieter Klarna?
Nein. Eine GGL-Lizenz verpflichtet nicht zur Integration einer bestimmten Zahlungsmethode. Die Mehrheit der lizenzierten Anbieter bietet Klarna oder Sofortüberweisung an, aber einzelne Anbieter haben sich auf andere Zahlungswege konzentriert. Ob Klarna verfügbar ist, zeigt der Kassenbereich des jeweiligen Anbieters nach der Registrierung.
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter tatsächlich eine deutsche Lizenz hat?
Der sicherste Weg ist die offizielle GGL-Whitelist auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort sind alle aktuell lizenzierten Anbieter mit Lizenznummer gelistet. Lizenzsiegel auf der Anbieterseite selbst können gefälscht sein und sollten immer durch den Abgleich mit der Whitelist verifiziert werden.
Erstellt von der Redaktion von „Klarna Wetten“.
